Das Renovierungsprojekt des Hotel Berna in Mailand entstand mit der Idee, die Stadt durch einen Dialog zwischen zwei grundlegenden Architektur- und Designepochen zu erzählen: der eleganten Architektur des frühen 20. Jahrhunderts und dem „epischen“ Design der 1950er-Jahre. Diese kulturelle Kombination feiert die historische Identität Mailands und interpretiert sie zeitgemäß neu.
Die größte Herausforderung des Projekts bestand darin, in einem Gebäude zu intervenieren, das bereits durch mehrere Renovierungen geprägt war, und dabei einen neuen roten Faden zu finden, ohne den ursprünglichen Geist des Hotels zu beeinträchtigen, der im Laufe der Jahre seine eigene Persönlichkeit und Wiedererkennbarkeit aufgebaut hatte.
Um dieser Komplexität zu begegnen, entwickelte das Team ein übergeordnetes Konzept als langfristige strategische Leitlinie und strukturierte das Projekt in Phasen. Dieser Ansatz ermöglichte die Planung der Maßnahmen, ohne den Hotelbetrieb zu unterbrechen, und gewährleistete Kontinuität sowie Investitionsflexibilität über die Zeit.
Der Auftraggeber wünschte sich eine Balance zwischen Ästhetik und Funktionalität, mit langlebigen und optisch ansprechenden Materialien. Die Materialwahl war daher entscheidend, um die Räume aufzuwerten: Die Helligkeit und der marmorähnliche Effekt der Oberflächen bereicherten maßgefertigte Bäder und Möbel und gewährleisteten gleichzeitig hohe Leistungsfähigkeit in Bezug auf Haltbarkeit und Wartung – entscheidend in einem Hotelkontext.
Insbesondere großformatige Feinsteinzeugfliesen für Böden und Wandverkleidungen ermöglichten szenografische Effekte, indem moderne Platten mit klassischeren Dekoren kombiniert wurden. Dieser Ansatz verbindet anspruchsvolle Ästhetik, Funktionalität und Langlebigkeit und schafft eine elegante, komfortable Umgebung, die mit der Geschichte des Hotels und der Stadt im Einklang steht.



